Besetzung:
"Gitarrenorchester"
oder
"Gitarrenquartett"
- Gitarre 1,2,3,4
optional:
- Kontrabaßgitarre
Die Blaue Elise
(Untertitel: Die Erschütterung des komischen Lebens!)


Nachdem den vorangegangenen Werke von Wüller inhaltlich eher ernste Themen zugrunde lagen, ist bei diesem Werk schon am Titel zu erkennen, dass Wüller sich auf ein komische und skurrile Thematik bezieht. „Die blaue Elise" ist eine Figur aus einer Comic-Serie und stellt einen blauen Ameisenbär dar, der vergeblich versucht die Ameise „Charlie" zu fangen. Der Orginaltitel der englischen Serie lautet „The Ant and the Aardvark". Der Untertitel ist eine Anspielung auf die "blaue Periode" von Pablo Picasso. Einer Serie von blauen Bildern mit düsterer und kalten Ausstrahlung, die Picasso zwischen 1901 und 190 malte. Diese Thematik bildet den Gegenpol und Kontrast zum Hauptthema des Werkes.
Wie ein Comic nimmt auch Wüllers Komposition häufig ungewöhnliche Wendungen. Wüller spielt mit der Erwartungshaltung des Zuhörers, die er mit Vorliebe (im positivem Sinne) enttäuscht. Einer Bildergeschichte gleichend, wechseln sich spannende und komische Elemente ab. So kommt z.B. schon bald nach Beginn urplötzlich ein kurzer Ausreißer in einen Tango, der aber schon nach wenigen Takten wieder von einer Effektgeladenen Spannungsmusik abgelöst wird. Das wohl ungewöhnlichste Element im Stück ist ohne Zweifel der Gebrauch von Sprache und Lautäußerungen wie „lautstarkes Räuspern" oder „Husten".
Wüller bleibt seinem Stil auch in diesem Werk treu: Es sind wieder Bildhafte und symbolische Themen, die er dieses Mal jedoch mit noch extremeren Mitteln zum Ausdruck bringt. Eine humoristische Abendteuer-Reise mit einigen Überraschungen.